Folge 3 – Likes bezahlen keine Rechnungen.

Gestern Abend habe ich wieder so einen Beitrag gesehen.

250.000 Follower.

Mehr als 30.000 Likes.

Unzählige Kommentare.

Und ich dachte zuerst:

„Wow… der muss richtig erfolgreich sein.“

Ein paar Minuten später las ich einen anderen Beitrag derselben Person.

Sinngemäß stand dort:

„Ich suche neue Kooperationen. Die Einnahmen reichen momentan nicht.“

Da musste ich schmunzeln.

Nicht aus Schadenfreude.

Sondern weil mir wieder klar wurde, wie sehr wir uns von Zahlen blenden lassen.

Likes sind keine Währung.

Sie sehen beeindruckend aus.

Sie geben unserem Ego einen kleinen Schub.

Sie vermitteln das Gefühl, wichtig zu sein.

Aber am Ende des Monats kannst Du mit einem Like weder Deine Miete bezahlen noch Deinen Kühlschrank füllen.

Ein Herz unter einem Beitrag ist nett.

Mehr nicht.

Aufmerksamkeit ist nicht gleich Vertrauen.

Heute folgen Dir Menschen.

Morgen folgen sie jemand anderem.

Heute bist Du im Trend.

Nächste Woche interessiert sich das Internet für den nächsten Hype.

So funktioniert Social Media.

Und das ist auch völlig in Ordnung.

Nur sollte man daraus kein Fundament für seine Zukunft machen.

Vertrauen wächst anders.

Vertrauen entsteht nicht in 15 Sekunden.

Vertrauen entsteht nicht durch Filter.

Nicht durch Klickzahlen.

Nicht durch perfekte Bilder.

Vertrauen entsteht, wenn Menschen erleben, dass Du hältst, was Du versprichst.

Immer wieder.

Über Monate.

Manchmal über Jahre.

Deshalb glaube ich an Empfehlungsmarketing.

Wenn ein Freund zu mir sagt:

„Schau Dir das einmal an. Das könnte etwas für Dich sein.“

Dann höre ich zu.

Nicht wegen eines Werbebanners.

Nicht wegen eines Influencers.

Sondern weil Vertrauen zwischen Menschen existiert.

Genau deshalb funktionieren Empfehlungen seit Jahrhunderten.

Und genau deshalb werden sie auch im Web3 funktionieren.

Vielleicht sogar besser als jemals zuvor.

WEB3 ist keine Bühne.

WEB3 ist ein Netzwerk.

Ein Netzwerk aus Menschen.

Nicht aus Followern.

Nicht aus Likes.

Nicht aus Algorithmen.

Sondern aus Beziehungen.

Das ist für mich der eigentliche Unterschied.

Mein persönliches Fazit

Vielleicht werde ich nie hunderttausend Likes bekommen.

Vielleicht wird keiner meiner Beiträge viral.

Vielleicht werde ich nie als Influencer bezeichnet.

Damit kann ich hervorragend leben.

Denn ich möchte lieber zehn Menschen haben, die mir wirklich vertrauen …

… als hunderttausend, die morgen schon vergessen haben, wer ich bin.

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